verhaltensanweisung

Verhaltensanweisungen auf dem Sportplatz

Falscher Ehrgeiz Jeder Fußballfan ist insgeheim auch ein viel besserer Trainer, als der, der gerade neben der Seitenlinie steht. Ein Phänomen, das in der Bundesliga meist belächelt wird. Für Kinder im E oder F-Juniorenbereich kann ein solches Trainerdasein der Eltern ebenso wie ein impulsives, überkritisches Verhalten des Trainers negative Folgen haben. Wie die hier vorgestellte Untersuchung der Sporthochschule in Köln zeigt, ist ein derartiges Verhalten viel zu weit verbreitet.

 

Kindgerechte Anweisungen Eine Steuerung seitens der Trainer ist in dieser Altersstufe (6 –10 Jahre) schon erforderlich, allerdings sollte diese nicht mit allzu vielen Informationen überladen werden. Zudem sollten Korrekturen in einfachen und leicht verständlichen Sätzen angebracht werde, also in einer Sprache, die Kinder auch verstehen. Negative Äußerungen und vor allem unsachliche Kritik sind abzulehnen. Gerade auch Eltern versuchen dem Kind während des Spiels taktische Anweisungen zu geben, ohne jedoch zu wissen, mit welcher Aufgabe der Trainer das jeweilige Kind betraut hat. Unterschiedliche Anweisungen von Trainer und Eltern führen zur Unsicherheit der Kinder. Positive Anfeuerungen seitens der Eltern sind dagegen wünschenswert, allerdings ohne jegliche Einmischung in die Belange des Trainers.

 

Tipps für Eltern

Eltern haben bei einer Besprechung in der Kabine nichts verloren. Denn die Kinder sollen einen Mannschaftsgeist ohne Beeinflussung der Eltern aufbauen!

Selbständiges Umziehen der Spieler fördern, ohne sie alleine zu lassen. Sie zur Selbständigkeit erziehen und mündige Spieler heranbilden!

Die Führung im sportlichen Bereich alleine dem Trainer überlassen. Hilfe bei organisatorischen Aufgaben sind dagegen willkommen und bereichern das Vereinsleben!

Enttäuschungen hinsichtlich der Spielleistung und des Resultats für sich behalten. Stattdessen den Kindern bei einer positiven Verarbeitung helfen!

Unsachliche und emotional negativ gefärbte Zurufe im Spielablauf vermeiden. Sie verursachen Ängste und Aggressionen!

Grundsätzlich den Trainer nicht hinsichtlich der Aufstellung beeinflussen!

Das Engagement für die Mannschaft und den Verein nicht von der Zufriedenheit mit den sportlichen Entscheidungen des Trainers abhängig machen!

Wenn dennoch Frust aufkommt, das Gespräch mit dem Trainer suchen und in einer sachlichen, verständnisvollen Atmosphäre Meinungen austauschen!

Zwischendurch immer wieder das eigene Verhalten rund um das Training und das Spiel überdenken und gegebenenfalls verändern!

 

Abschließend sei erwähnt, dass einige Erwachsene ihr Verhalten gegenüber Kindern auf dem Fußballplatz grundlegend überdenken sollten, damit  all die  kleinen Fußballer genau das tun können, was sie wirklich können, was sie wirklich möchten: nämlich ohne Druck und Einmischung von außen einfach nur Fußball spielen.